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Unser Förderwegweiser listet wichtige Förderprogramme der Europäischen Union, des Bundes und der Bundesländer auf, welche speziell nach den Anforderungen der Tourismuswirtschaft selektiert wurden.
Neben der Volltextsuche helfen Ihnen drei einfache Fragen, um für Sie und Ihr Unternehmen die optimalen Suchergebnisse zu erhalten. In unseren Tipps geben wir weitere Hinweise. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.

Förderwegweiser

1 Treffer:
Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen  

Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Bundesprogramm zur finanziellen Unterstützung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, Selbstständigen sowie gemeinnützigen Organisationen. Sie soll helfen coronabedingte Umsatzrückgänge zu überwinden.

Fördergebiet

bundesweit

Geltungsdauer

31.12.2020

Für wen?

1. Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen: Kleine und mittelständische Unternehmen, die sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren und deren Umsatz in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August um mindestens 50 % gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist oder die einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen haben.

 

2. Selbstständige im Haupterwerb: Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der freien Berufe

 

3. Gemeinnützige Unternehmen und Organisationen: Gemeinnützige Einrichtungen, unabhängig von ihrer Rechtsform, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind

Was wird gefördert?

Erstattungsfähig sind folgende Fixkosten:

 

1. Mieten und Pachten für Gebäude, Grundstücke und Räumlichkeiten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens stehen. Kosten für Privaträume sind nicht förderfähig.

 

2. Weitere Mietkosten

 

3. Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen

 

4. Finanzierungskostenanteil von Leasingraten

 

5. Ausgaben für notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV

 

6. Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen

 

7. Grundsteuern

 

8. Betriebliche Lizenzgebühren

 

9. Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben

 

10. Kosten für Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, die im Rahmen der Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe anfallen

 

11. Kosten für Auszubildende

 

12. Personalaufwendungen im Förderzeitraum, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten der Ziffern 1 bis 10 gefördert. Lebenshaltungskosten oder ein Unternehmerlohn sind nicht förderfähig.

 

13. Provisionen für Reisebüros oder Margen für Reiseveranstalter für Pauschalreisen, die zwischen dem 18. März und 18. September 2020 gebucht wurden oder zwar vor dem 18. März gebucht, aber erst nach dem 31. August angetreten worden wären und seit dem 18. März 2020 storniert wurden (Rücktritt des Reiseveranstalters oder des Reisenden vom Pauschalreisevertrag) und die bis zum 31. Dezember 2020 von den Reisenden angetreten worden wären.

Art und Höhe der Zuwendung

Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von

 

- 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 Prozent

- 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent und ≤ 70 Prozent

- 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 Prozent

 

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Personalkostenpauschale liegt bei 20 Prozent der förderfähigen Kosten.

 

Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. Juni 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, sind die Monate Dezember 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen.

 

Die generell höchstmögliche Fördersumme liegt bei 200.000 Euro, max. 50.000 Euro pro Monat.

Bewerbungsverfahren

Die Antragsstellung erfolgt durch den Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer. Hierfür ist vor der Antragsstellung eine einmalige Registrierung unter ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de notwendig. Bei der Antragstellung sind Angaben zum Antragsteller zu machen sowie der Umsatzeinbruch und die Höhe der erstattungsfähigen Fixkosten zu bestimmen. Das Antragsverfahren wird durch den prüfenden Dritten durchgeführt und über eine digitale Schnittstelle an die Bewilligungsstellen der Länder übermittelt. Erst dann kann die Bewilligung erfolgen. Der prüfende Dritte prüft dabei vor Antragstellung die Plausibilität der Angaben zu Umsatzrückgängen und Fixkosten. Darüber hinaus berät er den Antragsteller bei Fragen zu Antragsvoraussetzungen und zum Antragsverfahren.

Kombinierbarkeit mit anderen Förderprogrammen*

ja * Bitte beachten Sie die Hinweise in den Ausschreibungen des Förderprogramms

Fazit (kurz und kompakt)

Bei zahlreichen Unternehmen ist der Geschäftsbetrieb aufgrund der Corona-Krise immer noch ganz oder teilweise eingeschränkt. Insbesondere Tourismusbetriebe sind hiervon betroffen und können die Überbrückungshilfe für Umsatzverluste in den entsprechenden Monaten nutzen.

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