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Unser Förderwegweiser listet wichtige Förderprogramme der Europäischen Union, des Bundes und der Bundesländer auf, welche speziell nach den Anforderungen der Tourismuswirtschaft selektiert wurden.
Neben der Volltextsuche helfen Ihnen drei einfache Fragen, um für Sie und Ihr Unternehmen die optimalen Suchergebnisse zu erhalten. In unseren Tipps geben wir weitere Hinweise. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.

Förderwegweiser

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Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen  

Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Bundesprogramm zur finanziellen Unterstützung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, Selbstständigen sowie gemeinnützigen Organisationen. Sie soll helfen coronabedingte Umsatzrückgänge zu überwinden. Die Überbrückungshilfe wird von Februar 2021 als Überbrückungshilfe III mit erweitertem Umfang fortgesetzt.

Fördergebiet

bundesweit

Geltungsdauer

30.06.2021

Für wen?

1. Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen: Kleine und mittelständische Unternehmen, die sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren und deren Umsatz in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August um mindestens 50 % gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist oder die einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen haben.

 

2. Selbstständige im Haupterwerb: Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der freien Berufe

 

3. Gemeinnützige Unternehmen und Organisationen: Gemeinnützige Einrichtungen, unabhängig von ihrer Rechtsform, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind

 

Unternehmen, die zwar empfindliche Umsatzeinbrüche, aber keinen Anspruch auf die außerordentliche Wirtschaftshilfe für die Monate November und Dezember 2020 haben, können die Überbrückungshilfe III ab Januar 2021 beantragen, sofern sie für mindestens einen der beiden Monate einen Umsatzrückgang von mindestens 40 Prozent im Vergleich zu November und Dezember 2019 nachweisen können.

Was wird gefördert?

Erstattungsfähig sind bislang folgende folgende Fixkosten:

 

1. Mieten und Pachten für Gebäude, Grundstücke und Räumlichkeiten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens stehen. Kosten für Privaträume sind nicht förderfähig.

 

2. Weitere Mietkosten

 

3. Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen

 

4. Finanzierungskostenanteil von Leasingraten

 

5. Ausgaben für notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV

 

6. Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen

 

7. Grundsteuern

 

8. Betriebliche Lizenzgebühren

 

9. Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben

 

10. Kosten für Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, die im Rahmen der Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe anfallen

 

11. Kosten für Auszubildende

 

12. Personalaufwendungen im Förderzeitraum, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten der Ziffern 1 bis 10 gefördert. Lebenshaltungskosten oder ein Unternehmerlohn sind nicht förderfähig.

 

13. Provisionen für Reisebüros oder Margen für Reiseveranstalter für Pauschalreisen, die zwischen dem 18. März und 18. September 2020 gebucht wurden oder zwar vor dem 18. März gebucht, aber erst nach dem 31. August angetreten worden wären und seit dem 18. März 2020 storniert wurden (Rücktritt des Reiseveranstalters oder des Reisenden vom Pauschalreisevertrag) und die bis zum 31. Dezember 2020 von den Reisenden angetreten worden wären.

 

sowie neu in der Überbrückungshilfe 3 (von Januar 2021 an)

 

- Der Katalog erstattungsfähiger Kosten wird erweitert um bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro. Damit wird Unternehmen geholfen, die Anstrengungen unternehmen, um die Hygieneanforderungen zu erfüllen. Außerdem sind Marketing- und Werbekosten maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahre 2019 förderfähig.

- Abschreibungen von Wirtschaftsgütern werden bis zu 50 Prozent als förderfähige Kosten anerkannt. So kann etwa ein Schausteller die Hälfte der monatlichen Abschreibung als Kosten in Ansatz bringen.

 

- Die branchenspezifische Fixkostenregelung für die Reisebranche wird erweitert. Das Ausbleiben oder die Rückzahlung von Provisionen von Reisebüros bzw. vergleichbaren Margen von Reiseveranstaltern wegen Corona-bedingter Stornierungen und Absagen bleiben förderfähig. Die vorherige Begrenzung auf Pauschalreisen wird aufgehoben. Auch kurzfristige Buchungen werden berücksichtigt. Außerdem sind für die Reisewirtschaft zusätzlich zu der Förderung von Provisionen oder Margen im ersten Halbjahr 2021 auch externe sowie durch eine erhöhte Personalkostenpauschale abgebildete interne Ausfallkosten für den Zeitraum März bis Dezember 2020 förderfähig.

 

- Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche können für den Zeitraum März bis Dezember 2020 Ausfallkosten geltend machen. Dabei sind sowohl interne als auch externe Ausfallkosten förderfähig.

Mit einem Sonderfonds für die Kulturbranche wollen wir unter anderem Bonuszahlungen für Kulturveranstaltungen ermöglichen und das Risiko von Veranstaltungsplanungen in der unsicheren Zeit der Pandemie abfedern. Zu den Details laufen derzeit noch die Arbeiten.

 

- Solo-Selbständige erhalten eine pauschale Neustarthilfe von max 5000. EUR

Art und Höhe der Zuwendung

Die Überbrückungshilfe erstattet aktuell einen Anteil in Höhe von

 

- 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 Prozent

- 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent und ≤ 70 Prozent

- 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 Prozent

 

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Personalkostenpauschale liegt bei 20 Prozent der förderfähigen Kosten.

 

Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. Juni 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, sind die Monate Dezember 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen.

 

Die generell höchstmögliche Fördersumme liegt bei 200.000 Euro, max. 50.000 Euro pro Monat (von Januar 2021 an bei 500.000 EUR pro Monat)

Bewerbungsverfahren

Die Antragsfrist wurde verlängert bis zum 31. März 2021. Die Antragsstellung erfolgt durch den Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer. Hierfür ist vor der Antragsstellung eine einmalige Registrierung unter ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de notwendig. Solo-Selbständige können direkt per Elster-Zertifikat die Neustarthilfe beantragen. Bei der Antragstellung sind Angaben zum Antragsteller zu machen sowie der Umsatzeinbruch und die Höhe der erstattungsfähigen Fixkosten zu bestimmen. Das Antragsverfahren wird durch den prüfenden Dritten durchgeführt und über eine digitale Schnittstelle an die Bewilligungsstellen der Länder übermittelt. Erst dann kann die Bewilligung erfolgen. Der prüfende Dritte prüft dabei vor Antragstellung die Plausibilität der Angaben zu Umsatzrückgängen und Fixkosten. Darüber hinaus berät er den Antragsteller bei Fragen zu Antragsvoraussetzungen und zum Antragsverfahren.

Kombinierbarkeit mit anderen Förderprogrammen*

ja * Bitte beachten Sie die Hinweise in den Ausschreibungen des Förderprogramms

Fazit (kurz und kompakt)

Bei zahlreichen Unternehmen im Tourismus ist der Geschäftsbetrieb aufgrund der Corona-Krise immer noch ganz oder teilweise eingeschränkt. Die von Januar 2021 an für den Bedarf des Tourimus erweiterte Überbrückungshilfe 3 ist ein wichtiges Element zur Kompensation dieser Verluste.

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